Tipps im Umgang mit Begegnungen

Tipps im Umgang mit Begegnungen

Begegnungssituationen sind ein riesen Thema und jedem Hundebesitzer liegt es am Herzen alle Begegnungen des Alltags entspannt mit seinem Hund zu meistern. Dies ist jedoch nicht immer ganz so einfach und viele Faktoren spielen hier hinein.

Wir haben für Dich hier mal einige Tipps zusammengestellt:

Tipp 1:  Sende ENTSPANNUNG statt ANSPANNUNG
Wenn eine Begegnung auf Dich zukommt – atme mehrmals tief durch, lockere Dich bewusst und lasse auch die Leine bewusst locker. Meist passiert das Gegenteil: „Oh Mist“ – Leine Kurz, sorgenvolle Blicke und Muskelanspannung. Das zeugt weder von Souveränität noch signalisiert es „alles in Ordnung“. Arbeite an DIR und Deinen Signalen, vielleicht hilft Dir ein HALTI, um Dich weniger hilflos zu fühlen. Hierfür wäre aber genaues Handlingstraining ein absolutes Muss.


TIPP 2: Übe MANAGEMENT
Übe Management für Begegnungen auch ohne Begegnungen!
Dein Hund und Du ihr solltet ROUTINE bekommen:

  • Führ- bzw. Seitenwechsel von links nach rechts und umgekehrt
  • „An den Rand“ schicken/führen
  • Leitplanke und „vorbei“

Auf jedem Gassi gibt es Gelegenheiten diese Abläufe einzustudieren und zu üben, so seid ihr bereit, wenn eine Begegnung ansteht!


Tipp 3: Gute STIMMUNG machen
Dein Hund hat eine BESONDERE VORLIEBE?
Er liebt ein Spielzeug besonders oder ein Nahrungsmittel macht ihn ganz scharf?
Kombiniert dieses tolle Ereignis mit Begegnungssituationen, so entsteht lustvolle Stimmung in DEINE RICHTUNG


Tipp 4: Mach Dich ZUSTÄNDIG
Beobachte Deinen Hund im Alltag – wo erlebt er Begegnungen?
Egal ob mit Menschen, Objekten oder Hunden… Löst er diese Begegnungen mit Dir oder selbständig, also ohne Dich?

SCHALTE DICH MÖGLICHST OFT EIN und mach dich ZUSTÄNDIG!

Die Nachbarin gibt erst Dir die Hand, dann gestaltest DU den Kontakt.

Sie will von oben auf den Kopf deines Hundes fassen?

Stehe dabei und lenke diese Unhöflichkeit geschickt um, im Gegenzug springt dein Hund sie nicht mehr an.

Höflichkeit im Umgang bedarf beidseitiger Beobachtung und vor allem bedarf es eines Vermittlers und eines Dolmetschers – das ist DEINE ROLLE DEINEM HUND GEGENÜBER!


Tipp 5: SCHÜTZE Deinen Hund
Schütze Deinen Hund! Nicht jeder muss ihn anfassen, beachte dass dabei die Individual-Distanz auf NULL gesetzt wird, auch wenn dein Hund es scheinbar „abkann“ regt er sich vielleicht auf oder fühlt sich unbehaglich…

Achte auf Seinen Freiraum, wenn er auf seiner Decke liegt, schicke Störenfriede weg. Wenn er in einen Kontakt soll, dann bringe den Hund bewusst in die Situation hinein und gestalte, lasse nicht die Leute/Hunde/Reize direkt zu ihm hin!

Schütze ihn auch vor Zudringlichkeiten anderer Hunde – soll er das etwa selbst lösen? – Dann entwickelt er auch eigene Strategien – ob das Deinem Sinne wirklich entspricht? 
Höflichkeit unter Hunden heißt sich Zeit geben, schnell und laut ist nicht meist nicht mehr höflich!


Tipp 6: ERFORSCHE KONFLIKTSTRATEGIEN
Beobachte und finde die Strategien Deines Hundes raus:
Welche Fs der Ersatzstrategien benutzt er?

Passe dein Training daran an:

Er will FLIEHEN?     
Schütze ihn öfter, DU bist seine Zuflucht!

Er will einen FIGHT?                                               
Mache Dich deutlicher ZUSTÄNDIG, DU kontrollierst die Situation!

Er hampelt herum und „flirtet“?        
Gib ihm Ruhe und Sicherheit durch KLARES VERHALTEN von Dir. 
Löse seine Konflikte – schaffe ihm Freiraum, steh zu deinen Regeln und verändere Dein Vorgehen!

Dein Hund erstarrt?                                               
Werde sein Filter zur Umwelt, er braucht Dich als Dolmetscher, begleite ihn intensiver und gebe ihm mehr FEEDBACK!

VIEL ERFOLG in der UMSETZUNG wünschen Dir
Sabine & Simone

Schreibe einen Kommentar